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Einige Impressionen der Motorradfreunde Kochertal e.V.

Sonntagsausfahrt Juni


mehr weniger

Die Sonntagsausfahrt der Motorradfreunde Kochertal am 7. Juni 2026 begann
eigentlich mit einem Plan – einem guten Plan sogar. Dieter wollte die Truppe Richtung
Calw führen. Doch nach einem Blick auf die Karte, die Verkehrslage und die Anzahl
der Ampeln, die sich wie kleine rote Gemeinheiten entlang der Strecke verteilten,
entschied er: „Nein, das tun wir uns nicht an.“ Also wurde der Plan kurzerhand
entsorgt und durch eine deutlich bessere Idee ersetzt: Ab ins Fränkische! Viel
Landschaft, wenig Verkehr, viele Kurven – und vor allem genug Platz für eine Gruppe,
die an diesem Tag aus 30 Mitfahrern auf 27 Motorrädern bestand.
Um 9:00 Uhr ging es los. Bei angenehmen 15,3 °C setzte sich der Tross in Bewegung –
ein beeindruckendes Bild, das selbst hartgesottene Autofahrer dazu bringt, kurz den
Blinker zu vergessen. Die Route führte über den Gantenwald, die Stöckener
Sägmühle und Neuler nach Westhausen, wo der erste Halt eingelegt wurde. Kaffee ist
schließlich das Schmiermittel, das einen Biker erst richtig auf Betriebstemperatur
bringt.
Nach der Pause verließ die Gruppe die B29 und tauchte ein in kleine Nebenstraßen,
die so wenig Verkehr hatten, dass man fast meinte, sie wären nur für uns gebaut
worden. Vorbei an Baldern und Wallerstein ging es hinein ins Ries. In Wemding war
klar: Die Mittagspause kommt zu früh. Also improvisierte Dieter – und wie immer
goldrichtig. Ein Zwischenstopp an der Burg Wellheim wurde eingelegt. Die
sportlichen Biker stürmten den Berg hoch zur Burgruine, als gäbe es dort oben
Freibier. Die anderen blieben unten und führten tiefgründige Benzingespräche, die
sich um die wirklich wichtigen Dinge drehten: Reifen, Drehmoment und die Frage,
warum der eigene Tank immer schneller leer ist als der der anderen.
Danach ging es weiter zum Naturfreundehaus Konstein, wo reservierte Plätze in der
Gartenwirtschaft warteten. Die Mittagspause war ausgiebig, das Essen gut, die
Gespräche laut – und die Stimmung hervorragend.
Gestärkt startete die Gruppe Richtung Dollstein, Solnhofen und Treuchtlingen. Der
Nachmittagskaffee wurde im Café am Sonnenuhrenpark in Wassertrüdingen
eingenommen. Dort entstand auch das Gruppenbild, das beweist, dass 30 Biker
gleichzeitig lächeln können, wenn man ihnen Kuchen serviert.
Für einige Maschinen mit den kleinen „Fässern“ – also Tanks, die eher an
Schnapsgläser erinnern – wurde es nun höchste Zeit für einen Tankstopp. Danach
führte die Route über Willburgstetten, Rechenberg, Rosenberg und Bühlerzell zurück
Richtung Gaildorf. Bei inzwischen 20,9 °C rollte die Gruppe entspannt dahin. Auf den
letzten Kilometern verabschiedeten sich nach und nach einige Fahrer Richtung
Heimat, sodass der Tross langsam kleiner wurde.
Nach 277 km, vielen Kurven, viel Gelächter und absolut diszipliniertem Fahren
kamen am Abend alle wieder wohlbehalten zu Hause an. Eine Tour, wie man sie sich
wünscht – abwechslungsreich, sicher, humorvoll und perfekt geführt.

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